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3. Methode:
Konduktive Förderung verknüpft die zu erwerbenden
Grundfähig- und -fertigkeiten mit Tätigkeitszusammenhängen im Alltagsleben
(Aufgabenreihen). Der Steuerfunktion der Sprache kommt ein zentraler Stellenwert
zu (Rhythmisches Intendieren). Über die Sprache wird die Formungsfähigkeit
von Gehirnfunktionen konstruktiv auf höherem Niveau genutzt, als bei einer
rein reflexbezogenen Therapie. Grundsätzlich wird in Gruppen gearbeitet.
Besondere Bedeutung wird der Tagesordnung, der Umgebung bzw. Aspekten
wie Motivation, Aufrechterhaltung der Aufmerksamkeit, teilnehmender Beobachtung
und konduktiver Fazilitation beigemessen.
Durch Konduktive (= zusammenführende) Förderung sollen Entwicklungs-,
Lern- und Erziehungsprozesse bei Kindern mit cerebralen Schädigungen gleichgewichtig
positiv beeinflußt werden. Nach ärztlicher Verordnung und laufender medizinischer
Betreuung sowie ständiger Supervision wird das Förderkonzept im Rahmen
medizinischer Rehabilitation ganzheitlich organisiert und von Konduktoren
durchgeführt. Konduktive Förderung erfordert das interdisziplinäre Zusammenführen
medizinisch-therapeutischer Erkenntnisse mit Therapie und Praxis, der
Psychologie und Heil-, Sonder- und Sozialpädagogik.
Konduktive Förderung ist zielorientiert. Alle Ebenen der Persönlichkeitsentwicklung
werden berücksichtigt und angesprochen. Der Therapieprozess ist animierend
und aktivierend angelegt sowie auf die Selbständigkeit der Patienten ausgerichtet,
Unterstützung wird, wo nötig gewährt. Es handelt sich immer um Gruppen-
oder Teilgruppenarbeit. Perzeptive und kommunikative Aspekte werden in
die Aufgabenserien prinzipiell einbezogen (Musik, Gestalten, Spiel, Tanz,
Sprache, Literatur, Theater, technische Medien). Kontinuierliche Beratung
der Eltern sowie Kommunikationsmöglichkeiten der Familien untereinander
sind gegeben.
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